Porzellan und Elefanten

Liebe Theaterbesucher,


die Stadt Singen hat am 13. März 2020 mit sofortiger Wirkung alle Veranstaltungen im öffentlichen Raum untersagt. Diese Entscheidung basiert auf einer Empfehlung des Landratsamtes Konstanz zum Schutz vor dem Corona-Virus. Die Gesundheit aller ist uns wichtig, weshalb wir uns bemühen, alle vorgegebenen Maßnahmen genauestens einzuhalten und umzusetzen.

Somit werden auch unsere Vorstellungen abgesagt und der Spielbetrieb bis 19. April 2020 eingestellt. Sollte sich die Situation spontan ändern, werden wir Sie selbstverständlich umgehend in Kenntnis setzen.

Vergessen Sie uns nicht, und bleiben Sie gesund!
Auf hoffentlich bald und herzliche Grüße

Ihr

Färbe-Ensemble

 


 

Nach der Krise, sprich hoffentlich ab 22. April 2020
auf Wunsch vieler Besucher wieder zu sehen :

 

 

Georges Feydeau
PORZELLAN UND ELEFANTEN
und zuvor: DER ROHDIAMANT

Zwei Lustspiele

 

 

Georges Feydeau oder der Bürgerschreck der Belle Epoque

Man nehme: einen vom windigen Börsenspekulanten zum Fabrikanten avancierten Geldgeier, der den großen Reichtum wittert, indem er die französische Armee mit unzerbrechlichen Nachttöpfen aus Porzellan ausstatten will; seine ebenso entzückende wie streitbare Verlobte respektive Gattin; einen Bauerntölpel aus Belgien, der sein Glück als Hausdiener in Paris versucht; das ungeratene Söhnchen des Hauses; einen Karrieristen im Kriegsministerium, der sich erfolgreich vor dem aktiven Wehrdienst drücken konnte; und: eine Dame der besseren Pariser Gesellschaft, die eigentlich nicht zu beschreiben ist …

- Und schon befindet man sich inmitten der grotesk-komischen Gedankenwelt von Georges Feydeau, der schlagfertig und pointiert der bürgerlichen Gesellschaft seiner Zeit den Spiegel vorhält. Seine treffende Darstellung der brüchigen Normen des Bürgertums um die Jahrhundertwende und sein unübertroffen prägnanter Stil weisen ihn nicht nur als hochbegabten Verfasser unterhaltsamer Bühnenstücke, sondern zugleich als Schriftsteller von Rang aus. Er gilt nach Molière als einer der erfolgreichsten Komödienschreiber Frankreichs.

Die beiden Lustspiele „Der Rohdiamant“ und „Porzellan und Elefanten“ erzählen eine urkomische und temporeiche Fortsetzungsgeschichte um vermeintliche Liebe, Betrug, Standesdünkel und Geldgier. Und daß diese auch heute noch ihre Gültigkeit hat, davon kann man sich in der Färbe überzeugen.

 

Regie: Cornelia Hentschel
Mit: Milena Weber, Frank Großjohann, Helmut Jakobi,
Elmar F. Kühling, Reyniel Ostermann, Yannick Rey

 

PRESSE:

„Mit wahrer komödiantischer Lust ideenreich und überbordend in Szene gesetzt … Jubel, Trubel, Heiterkeit beim Publikum … Riesengroß und anhaltend war der Applaus für den amüsanten und entzückenden Abend voller Narretei.“
SCHAFFHAUSER NACHRICHTEN, 14. Februar 2020

„Wer die total überdrehten Dialoge, die knarrenden Mißverständnisse zwischen Mann und Frau und Frau und Mann hier erlebt, kann sich ausmalen, aus welchen Schatztruhen skurrilsten Humors spätere Superstars von Louis de Funès bis hin zu Loriot ihre Vorlagen bekommen haben dürften … Die Stories aus dem Paris der vorletzten Jahrhundertwende sind simpel, aber doch voller doppelter Böden, aus denen das Ensemble immer wieder neue Konstellationen wie Hasen aus dem Zylinder zaubert … Ein Stück, das mit bösem, und ebenso luftigem Humor ganz in diese Zeit der Tollhäuser paßt, die mit Fasnacht längst nicht aufhört.“
WOCHENBLATT SINGEN, 19. Februar 2020

„Ein Fest des schwarzen französischen Humors, der nur vordergründig zeitweise schenkelklopfend daherkommt. Es darf herzhaft gelacht werden über die menschlichen Unzulänglichkeiten, die im wirklichen Leben Kriege verursachen können … Das Duo Weber und Kühling: Pointen, sprich Beschimpfungen, ballern wie scharf geschossene Pingpongbälle vom Bühnen- in den Zuschauerraum. Die Trefferquote ist hoch … Ein großartiges Ensemble in einer begeisternden Inszenierung. Der Premieren-Applaus war lang und entschieden.“
SÜDKURIER, 20. Februar 2020